Gio's allgemeine Urlaubsseite

Wenn nun schon die ganzen Snowboardurlaube eine Webseite kriegen und eine halbe Schottland-PhotoCD hier liegt, warum dann nicht annähernd Vollständigkeit suchen und auch noch etwas zu den restlichen Urlauben schreiben?

Ist es egozentrisch, daß ich auf den meisten Bildern selbst drauf bin? Kommt Muße, kommen auch mehr Bilder...

Schottland 1993

Dafür gibts eine eigene Seite.

Irland 1994

Nachdem die Fahrradtour im Vorjahr soviel Spaß gemacht hatte, fuhren wir auch 1994 wieder mit dem Fahrrad durch die Gegend. Birgit, Samir, Andre, Hermann und ich flogen nach Dublin und starteten dort unsere Rundreise. Nach einer Übernachtung bei Freunden in Malahide durchquerten wir das Land so schnell wie möglich und begannen, von Sligo aus die Westküste zu erkunden, indem wir sie südlich abfuhren. Dabei zeigte sich ein Geheimtip für Irland-Urlauber, die mit dem Zelt unterwegs sind: die besten Zeltplätze sind immer in der Nähe von Ruinen, Abbeys, Castles. So hatten wir ein phantastisches Abendessen im ersten Stock der Moyne Abbey mit zwei anderen Radreisenden, gruselten uns bei Corcomroe Abbey und lernten den sehr freundlichen Archäologen, der eine dritte Abbey beaufsichtigte, kennen. Auf Achill Island schafften wir es tatsächlich, an einem weißen Sandstrand auch mal ins Meer zu hüpfen.

Nach drei Wochen, 1200 Kilometern und Kurz vor dem Shannon Airport verließen uns Samir und Birgit, wir anderen drei machten eine Gewalttour nach Beara Island und begaben uns dort ins Ferienhaus. Hermann flog zwei Tage später aus Cork zurück, dafür kamen Anja und Volker und verbrachten den Rest der sieben Wochen mit uns.


Kanada 1995

1995 waren Katrin, Silke, Tina, Andre, Klaus, Volker und ich in Kanada. Wir fuhren sechs Wochen mit zwei Mietwagen 16000 km durch das Land, starteten und beendeten die Tour in Montreal und kamen bis nach Vancouver. Zwischendurch hatten wir eine laengere Pause bei den Gasteltern von Tina in Nipawin.
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Gruppenbild mit Tom und Jackie

Dort waren wir zwei Tage mit Kanus auf dem Saskatchewan River unterwegs und wurden dabei SEHR naß. Vorher sahen wir noch so aus:
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Gruppenbild mit Kanus

Wir übernachteten in der Nähe eines Indianerreservates. Zwei Tage lang sahen wir insgesamt nur drei Menschen ganz weit entfernt an den Ufern stehen. Die Stimmung ging einem Minimum entgegen, als es am zweiten Tag wirklich heftig regnete, und war am Maximum, als wir mit einem Pickup mit Dach und voller Bettdecken und Kaffeekannen am Ziel abgeholt wurden. Extrem gemütlich, das!

Leider kamen wir fünf Tage zu spät in Whistler an, um noch Snowboarden zu können, das Gebiet hatte gerade geschlossen. Dafür waren die Rocky Mountains allgemein sehr sehenswert, und auch die Städte auf beiden Seiten davon faszinierten uns:

Natürlich besuchten wir auch noch die Niagara-Fälle, aber nicht ohne zuvor in Winnipeg in einer ekligen Popperdisco so richtig peinlich aufgefallen zu sein, als wir uns in den Tanzkäfig begaben.
Bild 2
Mainstream Urlaub?
Auf dem Rückweg machten wir noch vier Tage Urlaub am Strand des Lake Ontario. Urlaub im Urlaub, obwohl uns die Ranger beinahe wegen Ruhestörung entfernt hätten :-).

Ruhestörung vermeiden junge Kanadier gerne, sie begeben sich in den Wald oder zumindest zu abgelegenen Gebieten, um ihre sogenannten Bush-Parties zu feiern. Diese Parties haben uns Europäern unbekannte Ausmaße. Wir sind in eine reingeplatzt und konnten Menschen beobachten, die sich besinnungslos soffen, über einander herfielen und mit Sex und Gewalt in einer Art und Weise protzten, die einer zivilisierten Gesellschaft kaum zugetraut werden kann. Ziemlich coole Party war das.
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Zappa-Foto am Klo der Bush-Party

Bemerkenswert vielleicht noch, daß wir einen der Leihwagen über und über mit Bärenspuren bedeckt zurückbrachten und beim Rückflug ungefähr 36 Stunden ohne Schlaf auskommen mußten.

Kanada war sehr wichtig und sehr empfehlenswert.


Schottland und Irland 1996

Auch wenn beides schon mal dagewesen war, die keltischen Länder reizten meine Umgebung und mich weiterhin. Um etwas Flexibilität zu gewinnen, nahmen wir diesmal ein Auto. Das führte De-In, Hermann, Samir, Birgit und mich direkt nach Edinborough, wo wir Anja und Bernhard trafen, danach eine kleine Rundreise vornahmen und über Cairnryan-Larne (Teil der sehr preiswerten Rainbow-Route von Gaeltacht Irland-Reisen) eine Woche später nach Nordirland übersetzten.

Aus Nordirland flüchteten wir sogleich wieder, und fanden im südlichen Teil heraus, daß auch dort Junggesellen vor der Heirat gerne geteert und gefedert werden. Wir fuhren relativ direkt zum Ferienhaus, in dem schon Andre, Volker, Katrin und Andrea warteten und unternahmen mit ihnen einen Trip auf die Trauminsel Dursey. Das Haus war fuer ein paar Tage ziemlich angefüllt.
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Abendessen bei Bernhards
Auf der weiteren Fahrt in Richtung Donegal machten wir in Galway station. Dort wurde uns direkt vor der Jugendherberge das Auto geklaut und am nächsten Tag verbrannt fünf Kilometer entfernt wieder aufgefunden. Warnung an alle Irland-Reisenden, die mit eigenen Wagen unterwegs sind: dort gibt es Joyrider, eine Spezies Mensch, die Autos klauen, damit Rennen fahren und sie dann abfackeln.
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Unser Auto am Ende des Urlaubs
Zum Glück hatten wir einen ADAC-Euro Schutzbrief, der uns ermöglichte, nach Hause zu fliegen. Es wären noch drei Tage Urlaub vor uns gewesen, ich hatte es abermals nicht nach Donegal geschafft. So flogen wir über London zurück, verbrachten dort noch eine Nacht in einem Wanzenverseuchten Hotel und hatten daheim eine Menge Versicherungsstreß am Hals.


Irland 1997

1997 fuhren wir wieder mit einem Opel Omega nach Irland, diesmal mit einer kleinen Station bei Cole in Bristol, und ohne viel herumzureisen direkt nach Beara ins Ferienhaus. Die Gruppe ähnelte früheren Urlauben: Andre, Volker, Hermann, Tina und ich. Für die letzte Woche stieß noch Conny zu uns, sie kam per Flugzeug. Die Highlights des Urlaubs lassen sich ungefähr so zusammenfassen:

Korfu 1997

Eigentlich hatten wir im Diagonal die fixe Idee gefaßt, einen Prol-Urlaub zu machen, also eine Woche nach Mallorca zu fliegen und uns dort so zu verhalten wie die vielen eigenartigen Menschen im Fernsehen :-).

Je konkreter der Termin und der Gruppenumfang wurden, umso weiter entfernten wir uns von dieser anfänglichen Idee. Am Ende wurde daraus eine Woche Korfu Ende September, weil das Last-Minute-Angebot gut war und das Ambiente verlockend.

Frühstück
Typisches Frühstück in Kofru am Balkon

Wir waren schließlich zu sechst: Barbara, Conny und Vivien, Dieter, Mike und ich. Wir hatten ausgesprochenes Glück mit den Unterkünften, zwei Appartements in Barbati direkt am Strand, direkt nebeneinander mit viel zuviel Platz. Beide hatten große Balkone, zwischen denen man auch hin und her klettern konnte. Das Appartementhaus hatte ein Flachdach, das uns zu einer besonderen Form der Party einlud: nachts mit Wein und Ghetto-Blaster lagen wir Sterne-schauend herum und diskutierten. Traumhaft.

Conny und ich hatten mit etwas Mühen die Inline-Skates mitgenommen, und fielen auf Korfu auf wie bunte Hunde, scheinbar ist die Welle noch nicht bis dorthin geschwappt, oder auf Kinder beschränkt. Dieter und Barbara versuchten sich ziemlich erfolgreich selbst auf den Skates. Spaßig auch die relative Bergigkeit der Landschaft. Sie führte zu echtem Thrill beim Laufen lassen.

Inline Skaten
Inline-Skate Exotik auf Korfu

Natürlich wollten wir nicht auf Barbati festgelegt bleiben, das Dorf wahr sehr klein, ruhig und beschaulich. Es war beinahe möglich, in einer Woche alle Restaurants durchzuprobieren. Also liehen wir uns für zwei Tage zwei Motorräder und einen Fiat Panda und fuhren nach Korfu-Stadt und etwas querfeldein über die Insel. Vivien und ich hatten dabei die Gelegenheit, Motorradfahren auch mal ohne Führerschein auszuprobieren, was sich als sehr interessant erwies.

Motorradfahren
beim Motorradfahren

Am Strand gab es neben der Möglichkeit, einfach die Seelen baumeln zu lassen, auch den Stand eines Wasserskivereins, der dazu einlud, selbst ein wenig zu Spielen. Barbara und Dieter buchten einen Gleitschirm-Flug, vom 340-PS Motorboot gezogen. Barbara, Mike, Dieter und ich ließen uns mit Ringos - Schwimmringen an Seilen - von selbigem Boot über das Wasser ziehen, sehr spannend, feuchtfröhlich und abwechslungsreich.

Bei den abendlichen Restaurantbesuchen und am Strand kam es zu sehr lustigen Kommunikationsexperimenten. Dank des Handies schafften wir es am Montag Abend den Stammtisch in Karlsruhe mit unserem Gelage zu verknüpfen und wieder einmal fielen wir in Korfu sehr auf, als nämlich die ganze Truppe laut johlend beim Wein trinken in einem viel zu feinen Restaurant telefonierte. Die anschließende Unterhaltung führte zum wichtigen Zitat: 'Conny macht die Gerda naß'.

Sonnenuntergang
Surrealer Sonnenuntergang

Weil Barbati so ruhig war, mußten wir natüßten wir selbst für Party sorgen, und so fanden wir uns die ersten Abende immer zu lockeren Pyjamaparties in einem Appartement ein, der Wein floß in Strömen und die Beschwerden der Nachbarn nahmen faszinierende Ausmße an.

Am letzten Abend verlegten wir die Party kurzerhand an den Strand, was dazu führte, daß wir auf Kiesstrand tanzten und noch ein Paar Frankfurter kennenlernten, die für weitergehende Unterhaltung sorgten.

Am Strand
Totale Urlaubsstimmung am Strand

Korfu war voller Katzen, grün und voller Sonne. Der Abstand zum Albanischen Festland betrug lediglich 2.4 Kilometer. Der Blick über das Meer zeigte am Festland den starken Gegensatz völliger Wüste.

Eigentlich hatten Vivien und ich geplant, Surfbretter zu leihen und altes Know-How aufzufrischen. Mangels Wind gab es am ganzen Strand von Barbati keinen Verleih. Also nahmen Mike und ich die Gelegenheit war, mit dem Liegestuhl-Verleiher in den nächsten größeren Ort zu fahren und dort unser Glück zu versuchen. Dabei war unser Trachten nicht von Erfolg gekrönt, aber immerhin kamen wir noch zum Billiard spielen...

Flughafen
Warten am Flughafen von Korfu-Stadt

Jeden Abend Essen zu gehen war nicht im Sinne der gesamten Gruppe und so bereiteten die Küchenchefs Vivien und Dieter uns eines Abends eine vorzügliche Rattatouillle und Spaghetti zu. Die Supermärkte auf Korfu muten auf den ersten Blick wie Tante-Emma-Läden an, jedoch boten sie eine beispiellose Vielfalt an Nahrungsmittel die wir zu nutzen wußten.

Meine ursprüngliche Scheu vor Pauschalreisen ist verflogen. Durch eine heterogene Gruppe von kreativen Individuen ist es uns gelungen, einen langweiligen Urlaubsort mit Programm für alte Gerdas umzukrempeln und einen Riesenspaß zu produzieren.

Die Korfu-Bilder in diesem Abschnitt hat übrigens alle Dieter mit seiner neuen Canon IXOS gemacht. Eine Traum-Kamera. Klein, stark, grau.


Auch wenn mein Studium sich dem Ende zuneigt, Urlaub sollte noch folgen. Ideal wäre zur Abwechslung mal Neuseeland...

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Georg 'Gio' Magschok, 971116